Winterurlaub in Wien

Wien im Winter

Bild der geschmückten Kärtnerstraße im Winter
© Kronsteiner

Über Wien zu schreiben ist ein fast unmögliches Unterfangen, so vielseitig und liebenswürdig ist diese Stadt. Man wird mit Wien auch nie fertig, es gibt immer Neues, Widersprüchliches, Altes und Modernes zu entdecken. Besuchern der Stadt wird besonders der Frühling und der Mai als Reisezeit ans Herz gelegt. Wir können das nicht ganz nachvollziehen, denn für uns war immer der Winter die reizvollste Zeit in Wien.

Das Stadtbild ist lebendig, voller Straßenmusiker, mit verlockenden Gerüchen an jeder Ecke und ab November werden Teile der Stadt aufwändig beleuchtet und liebevoll dekoriert.

Abwechslungsreicher Advent in Wien

Der Advent in Wien bietet eine unbeschreibliche Vielfalt an Kulturangeboten und Adventaktivitäten. Traditionell sind auch die Wiener Weihnachtsmärkte. Mitten in der Altstadt, ganz in der Nähe vom Graben, auf der Freyung, ist ein kleiner aber sehr feiner Weihnachtsmarkt mit traditionellem und hochwertigem Angebot. Dort treffen sich die Wiener gerne nach einem langen Tag im Büro, um mit Kollegen einen Glühmost oder Glühwein zu trinken. Wer Lust hat bummelt durch die Stände, die traditionelle Handwerkskunst, Dekorationen und Leckereien anbieten. Heiße gebratene Maroni und Kartoffelscheiben findet man in Wien übrigens auf so ziemlich jedem Adventmarkt.

Ganz anders geht es da am Wiener Rathausplatz zu. An der Gesamtinszenierung und der Dekoration wird hier überhaupt nicht gespart. Sehenswert in der Bombastik macht der Rathausplatz den Anschein, einer der kommerziellsten Märkte Wiens zu sein.

Immer schön sind die Adventmärkte bei den Schlössern: das Belvedere im 3. Bezirk, das Schloss von Prinz Eugen und das bekannte Schloss Schönbrunn. Trotz zahlreichen Besuchern hat es man es hier geschafft, gute Qualitäten und ein ansprechendes Angebot zusammen zu stellen. Das ist der Grund, warum auch viele Wiener diese Märkte lieben und mit ihren Kindern und Freunden besuchen.

Einen Besuch am Wiener Spittelberg würden wir Ihnen ganz besonders ans Herz legen.
In einem Auf und Ab an mittelalterlich anmutenden Gässchen, hat sich in den letzten Jahrzehnten dort ein wunderbarer Kunst- und Handwerksmarkt etabliert. Die gewachsene Struktur und die Verwinkelung machen dort die Einheitlichkeit zunichte, aber gerade diese Vielfalt macht den Spittelberg aus. Schwer zu erreichen ist der Spittelberg übrigens auch nicht, er liegt gleich hinter dem ersten Bezirk, zwischen der Siebensterngasse und der Burggasse.

 

Unser Tipp

Für einen Adventausflug bietet sich übrigens Schloss Hof an. Von Wien rund 45 Minuten entfernt, erwartet das Barockschloss seine Besucher mit einem attraktiven Adventprogramm sowie einem großzügigen Markt.

Einkaufstipps in Wien

Espressomobil

"2012 gründeten Peter Lindmoser und Moriz Fleissinger mit Espressomobil den ersten mobilen Kaffeeanbieter in Österreich. Die fällt angesichts beeindruckender Zahlen, Daten und Fakten sehr positiv aus. Espressomobil ist heute in der österreichischen Landeshauptstädten Wien, Graz und Salzburg  mit insgesamt 19 Fahrzeugen, 12 Coffee-Cases und vielen mobilen Standorten – darunter TU, Stadtpark, Altes AKH, UNO City – und 2 Coffee-Shops in der Mariahilfer Straße und im 19. Bezirk Grinzing nahezu

Wiener Rösthaus

Wir rösten im weltberühmten Wiener Prater, wo Tradition zum Usus gehört. Unsere Spezialitätenkaffees aus 100% reinen Arabica-Bohnen, bestechen durch unvergleichbare Aromen und große Bekömmlichkeit.

Scheer & Söhne

Die Wiener Maßschuhmanufaktur Rudolf Scheer & Söhne belieferte schon Franz Joseph. Der zweihundertjährige Betrieb erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Der Betrieb gehört zu den weltweit ältesten seiner Branche in Familienhand.

Winterzeit ist Ballzeit

Am 11. November, dem offiziellen Faschingsbeginn, wird in Wien die Ballsaison eröffnet. Der wohl Bekannteste ist der Wiener Opernball, aber die Vielfalt die man in Wien an Bällen, Redouten und Kränzchen findet, ist einzigartig.

Bild von einem Ball in Wien in schöner Festhalle
© Votava

Wer gerne einen Ball besuchen möchte, kann in einer der zahlreichen Wiener Tanzschulen seine tänzerischen Fähigkeiten aufpolieren. Dort bietet man in höchster Flexibilität Kurse, Workshops, Intensivprogramme und Einzeleinheiten an. Jedenfalls gehört zum Wiener Ballvergnügen ein Tänzchen unbedingt dazu. Für die Damen übrigens eine perfekte Gelegenheit die einschlägigen Salons aufzusuchen, um ein entsprechendes Kleid auszusuchen und dieses mit Schmuck, Taschen und Schuhen zu ergänzen.

Die Herren könnte man in der Zwischenzeit wunderbar in einem der traditionellen Wiener Kaffeehäuser deponieren. Selbst wenn man an der Kaffeekarte scheitert, weil einem der Unterschied zwischen einer Melange und einem Cappuccino nicht bekannt ist, man auch mit einem Einspänner und einem Mocca nicht anfangen kann, bleibt immer noch die Option ein kleines Bier (Seidel auf Wienerisch) zu trinken und jede Menge Zeitungen zu lesen. Ganz ehrlich, kaum irgendwo ist es gemütlicher, als in den alten Wiener Kaffeehäusern.

Bild eines Wiener Kaffeehauses
© Schaub Walzer

Und noch jede Menge Wintervergnügen

Was wir Ihnen noch wärmsten empfehlen können, ist Eislaufen in Wien. Für den Fall, dass die alte Donau zugefroren ist, gibt es kaum eine spannendere Kulisse als den charakteristischen Fluss der Stadt.

© Votava

Dort kommt man übrigens sogar mit der U-Bahn ganz einfach hin. Immer offen ist der Wiener Eislaufverein am Heumarkt. Ziemlich zentral gelegenen kann man dort seine Runde ziehen, Könnern zuschauen und Wiener treffen. Ab Januar ist der Eistraum am Wiener Rathausplatz, genau vor der wunderschönen Fassade des Rathauses, eine Sensation.

Zum Kunst und Kulturprogramm von Wien kann man nur dilettieren. Immer ist was los, setzt man in Wien Standards und bietet eine derartige Tiefe und Breite, die kaum zu beschreiben ist. Unsere Favoriten, die bei fast jedem Besuch in Wien dabei sein müssen, sind das Natur- und das Kunsthistorische Museum sowie die Albertina. Ebenso zum Pflichtprogramm gehört ein Besuch am Naschmarkt, aber da sind wir schon beim nächsten Thema.

Kulinarische Highlights der Hauptstadt

Die Wiener Küche bietet ein paar absolute Klassiker. Das beste Schnitzel gibt es beim Figlmüller, Bier und Stelze im Prater, Tafelspitz beim Plachutta und Süßigkeiten beim Demel. Ach ja, fast hätten wir auf die Wiener Heurigen vergessen, nobel im 19. Bezirk, ursprünglicher in der Umgebung von Wien oder in Stammersdorf oder in einem der anderen Wiener Randbezirke. Heurige gibt es unzählige und die Meisten sind richtig gut und viele haben auch im Winter offen. Mit ein bisschen Glück, kann man den Heurigenbesuch mit einem Spaziergang durch einen verschneiten Weingarten kombinieren.

Richtig viel los

Zu Silvester wird es in Wien so richtig turbulent. Die Innenstadt wird ein riesiger Ballsaal und der Silvesterpfad führt durch die Stadt an diversen Bühnen vorbei. Das Programm ist vielfältig, unterhaltsam und auf hohem Niveau. Wien versteht es zu feiern, seine Gäste zu verzaubern und die Stadt zu inszenieren, am Silvesterabend ganz besonders. Dass gerade zum Jahreswechsel auch kulinarisch genug geboten wird, muss man sicher nicht eigens erwähnen.

Wer keine Lust auf ein ausgelassenes, öffentliches Fest hat, hat in den zahlreichen hervorragenden Wiener Hotels genug gediegenes Silvesterprogramm. Vielleicht hat ja der eine oder andere sogar eine Karte für das Neujahrskonzert ergattert und will am nächsten Tag kameratauglich ausschauen. Falls Sie, wir jeder normale Österreicher, keine Karte fürs Konzert haben, schauen Sie mit uns gemeinsam einfach die Übertragung im Fernsehen an, es ist jedes Jahr ein unglaublicher Genuss.

Bild des Feuerwerks in der Silvesternacht in Wien

Frühlingsgefühle in Wien

Ostern in Wien ist, je nach Kalender, meist kaum mehr winterlich. Die Stadt wird bereits in Frühling getaucht und die zahlreichen Ostermärkte steigern die Vorfreude. In ganz Österreich gibt es unterschiedliche Osterbräuche, die in den Ballungszentren naturgemäß in den Hintergrund treten. Umso schöner ist es, dass Wien so viele Märkte mit traditionellen Waren, bemalten Eiern und Dekorationen organisiert. Durchkosten muss man sich natürlich auch, jeder Markt bietet eine Vielfalt an Osterspezialitäten.

Damit Ostern nicht auf Eier und Jause reduziert wird, bietet sich gerade rund um das größte kirchliche Fest ein Besuch in einer der zahlreichen Kirchen in Wien an. Wir persönlich sind da lieber in der Karlskirche, als im Stephansdom, aber die Auswahl an Kirchen geht ins Unendliche. Spannend finden wir es übrigens unter dem Stephansdom in den Katakomben, die nur mittels Führung zu besichtigen sind. Hier unten, im Angesicht tausender Gebeine und Totenköpfen, wird einem die eigene Endlichkeit klarer und die Morbidität der Wiener rückt ein bisschen näher.

Unsere Highlights im Überblick

 

  • Der Wiener Rathausplatz im Winter
  • Adventmärkte vor den Schlössern Wiens
  • Der Kunst- und Handwerksmarkt am Spittlberg
  • Ein Besuch in einer echten Wiener Tanzschule
  • Eislaufen im Winter
  • Echtes Wiener Schnitzel, Tafelspitz & Co verkosten
  • Das Neujahrskonzert am 1. Januar
  • Durch die Ostermärkte der Stadt flanieren
  • Eine Führung durch die Katakomben Wiens