Wer klopfet an

Wer klopfet an? – O zwei gar arme Leut. – Was wollt ihr dann? – O gebt uns Herberg heut’. O durch Gottes Lieb wir bitten, öffnet uns doch Eure Hütten. – O nein, o nein! – O lasset uns doch ein! – Das kann nicht sein. – Wir wollen dankbar sein. – Nein es kann einmal nicht sein, drum geht fort, ihr kommt nicht rein.

Wer vor der Tür? – Ein Weib mit seinem Mann. – Was wollt denn ihr? – Hört unsere Bitte an: Lasset uns bei euch wohnen, Gott wird auch schon alles lohnen! – Was zahlt ihr mir? – Kein Geld besitzen wir! – Dann fort von hier! – O öffnet uns die Tür! – Ei, macht mir kein Ungestüm! Da packt auch, geht woanders hin!

Wer drauß noch heut’? – O Lieber, komm heraus! – Sind’s Bettelleut? – O öffnet uns das Haus! – Freunde, habt mit uns Erbarmen, einen Winkel gönnt uns Armen! – Da ist nichts leer. – So weit gehn wir heute her. – Ich kann nicht mehr – O lieber Gott und Herr! – Ei die Bettelsprach führt ihr, ich kenn sie schon, geht nur von hier.

Geht nur gleich fort! – O Freund, wohin? Wo aus? – Zum Viehstall dort! – So gehn wir halt hinaus. O mein Gott, nach deinem Willen wollen wir die Armut fühlen. – Jetzt packt Euch fort! – O dies sind harte Wort’. – Zum Viehstall dort! – Ach wohl ein schlechter Ort. – Ei der Ort ist gut für Euch, ihr braucht nicht mehr, da geht nur gleich.