Ich seh so gern im Lichtgewand

von Rainer Maria Rilke

Ich seh so gern im Lichtgewand
dort in der blauen Ätherferne
allnächtig wandeln stille Sterne,
ich fühle ihnen mich verwandt.

Sie warens, die in frühster Zeit
schon tief in meine Seele schauten,
sie waren balde die Vertrauten
für meine Lust und für mein Leid.

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Es ist – wie könnt es anders sein –

mein ganzes Herze ihnen offen,

und ihnen möcht ich all mein Hoffen

aus in die stillen Lüfte streun.

 

Dies Hoffen säh ich dann so gern

leicht durch der Nächte heilig Schweigen

empor zum Licht der Sterne steigen

und droben schweben – auch als Stern …

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